Englisch – wie es nur die Deutschen sprechen

06.03.2019

Oft merken wir es gar nicht: Wörter wie Handy, Oldtimer oder Public Viewing kommen uns fast schon deutsch vor – und streng genommen sind sie das auch!

 

Es gibt nämlich so einige Anglizismen, die es im Englischen gar nicht so gibt. Würden Sie auf den britischen Inseln nach einem Oldtimer fragen, würden Sie anstatt eines alten Wagens einen alten Menschen vorgestellt bekommen. Public Viewing, welches seit 2007 im Duden zu finden ist, meint die offene Aufbahrung eines Toten im Sarg und nicht etwa wie im Deutschen das „Rudelgucken“ von Sportereignissen.

Es gibt noch viele andere Wörter dieser Art, aber die eigentliche Frage lautet doch: Wie sind die Deutschen auf diese vermeintlich englischen Wörter gekommen? Eine richtige Antwort auf diese Frage finden die Wissenschaftler auch nicht. Allerdings ist klar, dass die „richtigen“ Anglizismen dort entstanden sind, wo deutsche Begriffe fehlten, wie etwa in Bereichen der Technik. Oft gab oder gibt es kein deutsches Wort für neue Erfindungen, da übernehmen wir Deutschen dann schon mal gerne den englischen Begriff – ist ja auch viel einfacher!

Scheinanglizismen führen aber leider häufig zu Missverständnissen, da Englisch-Muttersprachler mit uns so bekannten Ausdrücken rein gar nichts anzufangen wissen. Von daher ist es sinnvoll, sich vor der Reise ins Ausland ein Wörterbuch zu kaufen, nur um auf Nummer sicher zu gehen, beim Kauf eines „Beamers“ auch einen Beamer zum Anschauen des Lieblingsfilms (auf Englisch: „projector“) bekommen und keinen BMW.

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