Interview mit Patricia Hauff, Strategie-Chefin HauffDigital

Stationäre Baustoffausstellungen dürfen den digitalen Anschluss nicht verpassen

Patricia Hauff ist Strategie-Chefin bei HauffDigital. Ein Startup, das speziell auf die Baustoffbranche abgestimmte digitale Verkaufslösungen speziell abgestimmt Lösungen entwickelt. Mit SMART SHOWROOM bieten die Digital- Pioniere das erste komplette und marktfähige Konzept an, das analoge Ausstellung digitalisiert und online bringt.

Redaktion: Menschen bauen und modernisieren mehr denn je. Wieso muss sich der stationäre Baustoffhandel ihrer Meinung nach mehr digitalisieren?

Patricia Hauff: Weil die Digitalisierung die Art wie Menschen Produkte und Dienstleistungen suchen, kaufen und bezahlen bereits nachhaltig verändert hat und weiter verändern wird. Dafür sorgen die großen Innovationstreiber wie Amazon, die mit immer höherer Geschwindigkeit digitale Innovationen etablieren, die unser Alltagsleben komplett verändern. Damit steigen unsere Ansprüche an Produkterlebnis und -auswahl sowie Service immer weiter. Wenn man bedenkt, dass bereits 90 Prozent der Konsumenten in Deutschland bei Amazon kaufen, wird deutlich, wie wichtig es ist, dass der Baustofffachhandel sein bestehendes Verkaufsmodell überdenkt.

Redaktion: Worin sehen Sie die wichtigsten Handlungsfelder?


Patricia Hauff: In der Konzentration auf die Konsumentenbedürfnisse und den daraus resultierenden kundenorientierten Innovationen. Darin liegt der Schlüssel für eine zukünftige erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Wir entwerfen digitale Konzepte mit dem Ziel, die stationären Baustoffausstellungen zum emotionalen Höhepunkt der online begonnenen Customer Journey zu machen. Der stationäre Handel bietet dem Kunden etwas, was das Internet nicht kann: das reale Produkt- und Einkauferlebnis. Die individuelle Fachberatung und das Vertrauen in die Kompetenz kommen noch dazu. Diese Stärken muss man mit den Bedürfnissen der Kunden vernetzen und als Mehrwerte über jeden Kontaktpunkt hinweg wahrnehmbar machen.

Redaktion: Ein komplexer Prozess. Setzen Sie im Punkt Vernetzung auch auf bereits bewährte Technologien oder stemmt HauffDigital die komplette Entwicklungsleistung allein?

Patricia Hauff: Sowohl als auch. Denn, warum sollte man nicht auf erfolgreiche Technologien aufsetzen. Es gilt aber auch neue digitale Trends im Auge zu behalten und zu prüfen, inwieweit sich diese spezifisch an die Baustoffbranche anpassen lassen. Mit Hauff Ladenbau an unserer Seite haben wir den Vorteil, neben umfangreichem Wissen auch von Ressourcen in der Entwicklung der Hardware zurückgreifen zu können. HauffDigital konzentriert sich auf die Software- und Hardwareentwicklung, den technischen Support und die Internetdienstleistungen. Uns ist besonders wichtig, dass unsere digitalen Möbelsysteme und Software eine sichere Funktionalität bieten und viele Prozesse auf Nutzerseite vereinfachen. Dazu zählt auch der umfassende Service, den wir anbieten, damit jeder Handwerker oder Baustoffhändler seine Ausstellung ohne Mehraufwand für sich digitalisieren kann.

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